Blasrohrschießen im Aufwind

Blasrohrschießen imAufwind
110 Sportler nahmen am Unterfranken-Cup in Neubrunn teil – SC Birkenfeld räumt ab
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NEUBRUNN (vo) Bereits zum zweiten
Mal veranstaltete der Schützenbezirk
Unterfranken auf der Anlage
des SV Neubrunn den Unterfranken-
Pokal im Blasrohrschießen.
„Der Unterfranken-Cup ist
deutschlandweit das größte Blasrohrturnier,
das in der letzten Zeit
stattgefunden hat“, berichtete Joachim
Mahler, Blasrohrreferent im
Schützenbezirk Unterfranken. Die
stolze Anzahl von immerhin 110
Teilnehmern hatten die Veranstalter
am vergangenen Samstag im Vereinsheim
des SV Neubrunn zu verzeichnen.
Vor einem Jahr, beim ersten
unterfränkischen Wettbewerb,
waren es 87 Teilnehmer, bei der bayerischen
Meisterschaft in München
gingen im vergangenen Herbst nur
40 Schützen an den Start.
„Der Vorteil unseres Turniers ist
wohl, dass wir ziemlich zentral in
Deutschland liegen“, mutmaßte
Mahler bei der Begrüßung der aus
dem ganzen Bundesgebiet angereisten
Teilnehmer. Wie bereits im Vorjahr
fanden Blasrohrschützen aus
der näheren Umgebung, aber auch
aus dem mittelfränkischen Greding
und aus Eitorf bei Bonn den Weg
nach Neubrunn. Selbst aus Jena war
eine Familie angereist.
Die meisten Pokale räumten am
Ende die Mitglieder des Schützenclub
Birkenfeld ab, dem Joachim
Mahler und sein Sohn Leon angehören.
So errang Mahler Senior in der
Herrenklasse zwar „nur“ den fünften
Platz und konnte in dieser Wertung
keinen Pokal mit nach Hause nehmen.
In dem mit 36 Personen zählenden
Teilnehmerfeld war er aber
immerhin der beste unterfränkische
Schütze. Dafür sicherte er sich wie
bereits im Vorjahr den Wanderpokal.
Zwei Trophäen räumte der 13-jährige
Leon Mahler ab. In der Schülerklasse
2 – von zwölf bis 14 Jahren –
belegte er mit 589 Ringen souverän
den ersten Platz, ebenso beim
Glückspokal in der Kategorie Jugend.
Dabei wollte Mahler Junior ursprünglich
gar nicht teilnehmen,
sondern meldete sich mehr auf das
Drängen seines Vaters hin an. Der
Urspringer ist erfolgreicher Schütze
beim SC Birkenfeld in den Kategorien
Luftpistole und Luftgewehr und
fährt hierzu zweimal proWoche zum
Training ins benachbarte Birkenfeld.
„Für das Blasrohrschießen musst du
normalerweise auch trainieren“, erklärte
Leon Mahler, gab jedoch offen
zu, dass er im Vorfeld des Unterfranken-
Pokals nicht eigens trainiert hat.
Erfolgreich war er aber trotzdem und
freute sich hernach über die Titel.
Und auch in der Schülerklasse 1 –
von eins bis elf Jahren – stand mit
Luca Hörning ein Birkenfelder Schütze
ganz oben auf dem Treppchen. Mit
521 Ringen entschied er den Wettbewerb
mit 19 Teilnehmern für sich.
Auf den zweiten Platz schaffte es Tim
Bischoff von der SG Remlingen mit
514 Ringen. In der Damenklasse mit
20 Starterinnen belegte die Birkenfelderin
Martina Gerberich mit 515
Ringen einen glänzenden zweiten
Platz. Aber auch ein Mitglied der Königlich
privilegierten Schützen aus
Marktheidenfeld schaffte den Sprung
aufs Podest. Mit 540 Ringen schnitt
der in Urspringen beheimatete Luis
Schneider, Enkel des Marktheidenfelder
Schützenmeisters Dieter Spiegel,
in der Jugendklasse auf Rang drei als
bester unterfränkischer Teilnehmer
ab.
Die einzelnen Kategorien
Herrenklasse, zehn Meter, 36 Teilnehmer:
1. Hermann Sammiller, Greding, 562
Ringe; 2. Wilfried Stautner, Greding, 554;
3. Jens Dorr, Eitorf, 537.
Seniorenklasse, zehn Meter, 17 Teilnehmer:
1. Jürgen Hartmann, Steinbach
bei Schnelldorf, 568 Ringe; 2. Kurt Rückel,
Mainfränkische Werkstätten, 561, 3. Manfred
Groß, Kleinlangheim, 557.
Damenklasse, zehn Meter, 20 Teilnehmerinnen:
1. Brigitte Dorr, Eitorf, 527
Ringe; 2. Martina Gerberich, Birkenfeld,
515 Ringe; 3. Hertha Behl, Blankenbach,
506 Ringe.
Schülerklasse ein bis elf Jahre, fünf
Meter, 19 Teilnehmer: 1. Luca Hörning,
Birkenfeld, 521 Ringe; 2. Tim Bischoff,
Remlingen, 514; 3. Lasse Schell, Weibersbrunn,
512.
Schülerklasse zwölf bis 14 Jahre, fünf
Meter, zehn Teilnehmer: 1. Leon Mahler,
Birkenfeld, 589 Ringe; 2. Jaqueline
Ullrich, Wülfershausen, 528, 3. Jimmy
Krüger, Neubrunn, 499.
Jugendklasse, sieben Meter, acht Teilnehmer:
1. Jason Dorr, Eitorf, 589 Ringe;
2. Clara Naumann, Jena, 544; 3. Luis
Schneider, Kgl. Marktheidenfeld, 540 Ringe

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