Neufassung der Satzung des Schützenvereins Neubrunn

 

§  1  Name,  Sitz und Gerichtsstand.

 

1)  Der Verein führt den Namen Schützenverein Neubrunn e. V.

2)  Der Verein soll bzw. ist in das Vereinsregister Würzburg unter der Nr. 526 eingetragen.

3)  Als Gerichtsstand gilt Würzburg.

4)  Der Sitz des Vereines ist in Neubrunn.

5)  Er ist ein eingetragener Verein im Sinne § 21 BGB

6)  Der Verein ist politisch , rassistisch und konfessionell neutral.

7)  Er ist Mitglied des Bayrischen Sportschützenbundes e. V. und erkennt dessen Satzung an.

 

§  2  Zweck des Vereins

1)  Der Verein will seine Mitglieder zu gemeinschaftlichen Schießübungen
     mit Sportwaffen vereinigen und das sportliche Schießen fördern und pflegen.

2)  Dieser Vereinszweck soll verwirklicht insbesondere durch :
a)  gemeinschaftliche Schießübungen mit Sportwaffen
b)  Teilnahme an Schießsportwettbewerben
c)  Errichtung und Erhaltung von Schießsportanlagen
d)  Aus- und Weiterbildung von Übungsleitern
e)  Ausbildung von Jugendlichen an der Waffe als Sportgerät


3)  Er verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne
des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Er ist
selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigennützige Zwecke.

 

§  3  Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr

 

§  4  Erwerb der Mitgliedschaft

1)  Mitglied des Vereins kann nur sein, der unbescholten ist.

2)  a)  Mitglied des Vereins kann jede natürliche und juristische Person

          werden, die sich zu den Vereinszielen bekennt.

b)  Über die Aufnahme entscheidet auf schriftlichen Antrag, der an den
     1. Schützenmeister zu richten ist, der Vorstand.
c)  Ein abgelehnter Bewerber um die Mitgliedschaft hat innerhalb eines
     Monates nach Bekanntgabe des Beschlusses das Recht, die nächste
     Mitgliederversammlung anzurufen; diese entscheidet endgültig
     Ein Aufnahmeanspruch besteht nicht.
3)  Der Vorstand kann die Ehrenmitgliedschaft für besondere Verdienste um
den Schützenverein Neubrunn e. V. und dessen Zielsetzungen verleihen.

 

§  5  Ende der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet:

1)  Durch Tod mit dem Todestag.

2)  Durch Austritt.
Der Austritt kann nur bis zum 30.9. eines Kalenderjahres
zum Ende dieses Kalenderjahres schriftlich durch schriftliche Erklärung
dem Schützenmeisteramt erfolgen. Geschieht es nicht zum Ende eines Ge-
schäftsjahres hat das Mitglied die Beiträge und sonstige Leistungen für das
laufende Jahr voll zu entrichten.

3)  Durch Ausschluß.
Er kann erfolgen bei Verletzung der Satzung, bei Verstoß gegen die aner-
kannten sportlichen Regeln und grober Verletzung von Sitte und Anstand,
bei Schädigung des Ansehens und Interessen des Vereins.
Der Ausschluß kann auch erfolgen bei einer rechtskräftigen Verurteilung
wegen eines Vergehens; er muß erfolgen bei rechtskräftiger Verurteilung
wegen eines Verbrechens.
Über den Ausschluß entscheidet der Vereinsausschuß. Vorher ist der Be-
troffene zu hören oder ihm sonst Gelegenheit zu geben, zu den Vorwurf
Stellung zu nehmen. Das betroffene Mitglied kann gegen einen Ausschlies-
sungsbeschluß zur nächsten Mitgliederversammlung schriftlich Beschwer-
de einlegen.
Mit dem Ende der Mitgliedschaft erlöschen alle Ämter, Rechte und
Pflichten.
Geleistete Beträge werden nicht zurückerstattet.

 

§  6  Rechte und Pflichten der Mitglieder

Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzuneh-
men und von den Einrichtungen des Vereins gebraucht zu machen.
Die Mitglieder verpflichten sich, den Verein nach besten Kräften zu fördern
und die von der Vereinsleitung erlassen notwendigen Anordnungen, vor allem die zur Durchführung eines ordnungsgemäßen Schießbetriebes, sowie jeweils im Interesse des Vereins gelegene Empfehlungen zu befolgen.
Ehrenmitglieder genießen die Rechte der ordentlichen Mitglieder ohne deren Pflichten.

 

§  7  Beiträge und Mittel der Mitglieder

Der Verein erhebt von seinen Mitgliedern einen Jahresbeitrag, dessen Höhe von der ordentlichen Mitgliederversammlung Jährlich festgelegt wird.

1)  Der Beitrag ist eine Bringschuld. Er ist für das Jahr des Erwerbs bzw. der
     Beendigung der Mitgliedschaft in voller Höhe zu entrichten.
2)  Es ist eine Aufnahmegebühr geschuldet. Die Höhe der Aufnahmegebühr
     wird ebenfalls in der Beitragsordnung festgelegt.
3)  Ehrenmitglieder sind von der Beitragspflicht befreit
4)  Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet
     werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen Aus Mitteln des
     Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem  Zweck des
     Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung be-
     günstigt werden. Die mit einem Ehrenamt betrauten Mitglieder haben nur
     Anspruch auf Ersatz tatsächlich erfolgter Auslagen.
5)  Die Überprüfung der Geschäftsführung obliegt der Mitgliederversammlung.

 

§  8  Organe des Vereins

Organe des Schützenverein Neubrunn e. V. sind:

a)  Die Mitgliederversammlung
b)  Der Vorstand

 

§  9  Mitgliederversammlung

1)  Das oberste Vereinsorgan bildet die Mitgliederversammlung. Sie wird bei be-
darf, mindestens jedoch einmal im Kalenderjahr vom 1. Schützenmeister
schriftlich unter Bekanntgabe der Tagesordnung einberufen. Zwischen der  
Versendung der Einladung und dem Versammlungstag müssen mindestens 14
Tage liegen. Sie ist außerdem einzuberufen, wenn dies 10 % der Mitglieder
schriftlich unter Darlegung der Gründe beantragen. In diesen Fall muß die
Mitgliederversammlung spätestens innerhalb von 2 Monaten einberufen
werden. Bei besonders dringlichen Angelegenheiten ist der 1. Schützenmeister
berechtigt, von der Einhaltung dieser Fristen abzusehen. (außerordentliche
Mitgliederversammlung) In der Einladung ist auf die besonderen Umstände
ausdrücklich hinzuweisen.

2) Anträge, die von der Mitgliederversammlung behandelt werden sollen, müssen
spätestens 7 Tage vorher beim 1. Schützenmeister schriftlich eingereicht wer-
den. Der Vorstand kann einen rechtzeitig gestellten Antrag beurteilen und in
die Tagesordnung eine Abstimmungsempfehlung aufnehmen. Ist diese Frist
nicht gewahrt, so kann ein Antrag behandelt werden, wenn er vom Vorstand
zur Abstimmung zugelassen wird.

3)  Die Einladung zur Mitgliederversammlung erfolgt ordnungsgemäß, wenn sie
an die letzte, vom Mitglied genannte Adresse erfolgt ist.
4)  Der Mitgliederversammlung obliegt:
a) Wahl des Vorstandes
b)  Entlastung des Vorstandes
Die Mitgliederversammlung bestellt zur Überprüfung des Kassenberichtes
2 Kassenprüfer. Diese haben der Mitgliederversammlung zu berichten und
eine Empfehlung zu erteilen, ob eine Entlastung erfolgen kann. Über die
Feststellung der Kassenprüfer ist eine Niederschrift zu erstellen. Der Vor-
stand ist gegenüber den Kassenprüfern verpflichtet, alle Auskünfte zu er-
teilen, und sämtliche Unterlagen zu Verfügung zu stellen. Dem gegenüber
sind die Kassenprüfer verpflichtet, sämtliche erhaltene Kenntnisse ver-
traulich zu behandeln.

c)  Die Abberufung des Vorstandes
Sie kann nur erfolgen, wenn sich 75% der erschienen Mitglieder dafür
aussprechen und wenn zugleich ein neuer Vorstand mit einfacher Mehr-
heit gewählt wird. (konstruktives Mißtrauen)
d)  Die Abstimmung der Satzungsänderung
( Siehe § 11 dieser Satzung )
e)  Die Ihr vom Vorstand zur Abstimmung vorgelegten sonstigen Vereins-
angelegenheiten

f)  Änderung der Beiträge

g)  Entscheidung über die Mitgliedschaft
5)  Jede Ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist Beschluß-
fähig, Einladungsmängel werden geheilt, wenn die nicht ordnungsmäßig
geladenen Mitglieder tatsächlich erschienen sind.
6)  Es wird durch Handzeichen abgestimmt, es sei denn die Mitgliederversam-
lung beschließt geheime Abstimmung. Minderjährige Mitglieder sind
nicht Stimmberechtigt. Bei der Abstimmung entscheidet die einfache
Mehrheit der erschienen Mitglieder. Enthaltungen und ungültige Stimmen
werden nicht gezählt. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des
1. Schützenmeisters bzw. des Versammlungsleiters den Ausschlag.
7)  Über jede Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift aufzunehmen. Die
Niederschrift muß mindestens enthalten: Ort, Datum der Versammlung,
die Zahl der erschienenen Mitglieder, Die Einladung, die gestellten An-
träge, sowie die gefaßten Beschlüsse und vorgenommenen Wahlen.
Die Niederschrift ist vom 1. Schützenmeister bzw. Versammlungsleiters   
und dem Schriftführer zu unterschreiben. Wenn mehrere Personen tätig
werden, die ganze Niederschrift. Jedes Mitglied ist berechtigt die Nieder-
schrift einzusehen.

 

§  10  Die Vorstandschaft

1)  Die Vorstandschaft besteht Aus:

a)  1. Schützenmeister
b)  2. Schützenmeister
c)  1. Schatzmeister
d)  2. Schatzmeister
e)       Schriftführer
f)       Sportleiter
g)      Jugendleiter

Der 1. und der 2. Schützenmeister leiten die Vereinsgeschäfte und vertre-
ten den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Diese sind Vorstand im
Sinne des § 26 BGB. Beide haben Alleinvertretungsrecht. Im Innenver-
hältniss wird bestimmt das der 2. Schützenmeister nur vertreten darf,
wenn der 1. Schützenmeister verhindert ist.
2)  Der Ausschuß
Der Ausschuß besteht aus dem Vorstand und 8 Beisitzer.
3)  Die Vorstandschaft und der Ausschuß wird von der Mitgliederver-
sammlung mit 2 Kassenprüfer auf 3 Jahre gewählt.
4)  Der Ausschuß unterstützt die Vorstandschaft in der Leitung des Vereins.
Ihm Obliegt es, die Versammlung und Veranstaltungen des Vereins
festzulegen, sowie Sonderkommissionen zur Erledigung bestimmter An-
legenheiten zu bestellen. Er entscheidet in allen in den Satzungen vor-
gesehenen Fällen. Die Ausschußsitzungen werden geleitet vom
1. Schützen meister, im falle seiner Verhinderung vom 2. Schützen-
meister. Über die Sitzungen und Beschlüsse wird vom Schriftführer
Protokoll geführt, das vom Sitzungsleiter gegenzuzeichnen ist.
5)  Fällt ein Mitglied des Ausschusses vor einer Hauptversammlung, sei es
durch Tod, Rücktritt oder dgl. so ist der Ausschuß berechtigt einen Ersatz-
mann zu wählen, der an die Stelle des Ausgeschiedenen bis zur nächsten
Mitgliederversammlung tritt. Fällt der 2. Schützenmeister weg so wird er
bis zur nächsten Mitgliederversammlung vom Schatzmeister vertreten.
Bei Rücktritt oder Tod des 1. Schützenmeisters ist binnen eines Monats
eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Diese wählt
den 1. Schützenmeister.

6)  Das Amt eines Vorstandsmitgliedes endet mit seinem ausscheiden aus
dem Verein. Verschiedene Vorstandsämter können nicht in einer Person
vereinigt werden. Tritt ein Vorstandsmitglied zurück oder scheidet aus
sonstigen Gründen aus, so wird durch den verbleibenden Vorstand ein
geschäftsführendes Vorstandsmitglied an seine Stelle bestimmt.
7)  Der Vorstand faßt seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Er ist be-
schlussfähig , wenn mindestens drei seiner Mitglieder anwesend sind. Bei
Stimmgleichheit entscheidet die Stimme des 1. Schützenmeisters. Bei sei-
ner Abwesenheit die des Versammlungsleiters. Es besteht Sitzungszwang.

 

§  11  Satzungsänderungen

1)  Satzungsänderungen können nur in der Mitgliederversammlung behandelt
werden; wenn die alte Fassung der angestrebten neuen Fassung in der
Tagesordnung gegenübergestellt und eine Begründung für die Änderung
gegeben ist. In der Einladung ist ausdrücklich auf die geplante Satzungs-
änderung und die zu ändernde Satzungsbestimmug hinzuweisen.
2)  Sämtliche Satzungsänderungen können nur mit einer Mehrheit von 75%
der erschienen Mitglieder ( vgl § 7 Abs. d ) dieser Satzung beschlossen
werden.
3)  Jede Satzungsänderung ist dem zuständigen Finanzamt durch Über-
sendung der geänderten Satzung anzuzeigen.

 

§  12  Auflösung des Vereins

Zur Beschlussfassung über folgende Punkte ist die Mehrheit von 3/4 das
heißt 75% der in der Hauptversammlung erschienen stimmberechtigten Mitglieder erforderlich

1)  Auflösung bzw. Verschmelzung des Vereins, wenn nicht mindestens 7
Mitglieder sich entschließen, ihn weiterzuführen. In diesen Falle kann der
Verein nicht aufgelöst werden. die Auflösung bzw. die Verschmelzung des
Vereins kann nur auf einer Hauptversammlung beschlossen werden und
darf nur der einzige Tagesordnungspunkt der Mitgliederversammlung sein,
auf deren Tagesordnung eine Beschlussfassung hierüber angekündigt ist.

2)  Die Liquidation erfolgt durch den Vorstand.
3)  Bei Auflösung des Vereins oder Wegfall seines bisherigen Zwecks, fällt
das Vermögen des Schützenvereins Neubrunn e. V. an die Gemeinde
Neubrunn, die es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige
Zwecke im Sinn § 2 Abs. 1 dieser Satzung zu verwenden hat. Beschlüsse
über künftige verwendung des Vermögens dürfen erst nach einwilligung
des zuständigen Finanzamtes ( Würzburg ) ausgeführt werden.

 

Neubrunn, Dezember 1987

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